Pressemitteilung: DEUFOL SE Geschäftsbericht 2021

Deufol SE: Ergebnis des Geschäftsjahres 2021

  • Umsatz 243,0 Mio. € (Vorjahr 213,9 Mio. €)
  • EBITDA 27,5 Mio. € (Vorjahr 29,0 Mio. €)
  • EBIT 6,3 Mio. € (Vorjahr 6,3 Mio. €)
  • EAT 1,9 Mio. € (Vorjahr 0,9 Mio. €)
  • Operativer Cashflow 12,5 Mio. € (Vorjahr 25,4 Mio. €)

 

Hofheim am Taunus, 29. April 2022

Umsatz wächst um 14 %

In einem herausfordernden gesamtwirtschaftlichen Umfeld, welches durch die pandemiebedingten Lieferengpässe in Verbindung mit steigenden Rohstoffpreisen geprägt war, erreichten die Umsätze im Berichtszeitraum 243,0 Mio. € und stiegen somit um 13,6 % (Vorjahr 213,9 Mio. €). Die Umsatzsteigerung resultiert unter anderem aus einer Festigung unserer Marktposition in den Kernmärkten und dem Ausbau unseres HUBs in Hamburg, zu dem auch die Akquisition des Wallmann-Terminals im Geschäftsjahr beigetragen hat.

Damit wurde die im Jahresfinanzbericht 2020 veröffentlichte Planung, welche Umsätze in einem Korridor zwischen 200 und 230 Mio. € vorsah, übertroffen.

Operatives Ergebnis in einem fordernden Marktumfeld auf stabilem Niveau

Durch die langfristig angelegten Maßnahmen zur Effizienzsteigerung, nachhaltigen Materialreduktion sowie partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit unseren Kunden konnten die negativen Auswirkungen des Rohstoffpreisanstiegs in Grenzen gehalten werden. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen / Wertminderungen (EBITDA) stellte sich auf 27,5 Mio. € ein und lag somit leicht unter dem EBITDA des Vorjahres (29,0 Mio. €), dass jedoch substantielle Sondererträge in Höhe von rund 4 Mio. € aus dem Verkauf einer Immobilie enthielt. Daraus ergibt sich für 2021 eine EBITDA-Marge von 11,3 % (Vorjahr 13,6 %). Das operative Ergebnis (EBIT) hat in der Berichtsperiode mit 6,3 Mio. € das Vorjahresniveau erreicht (2020 6,3 Mio. €) sowie die im Geschäftsbericht 2020 prognostizierte Bandbreite zwischen 2,0 und 5,0 Mio. € übertroffen. Die EBIT-Marge betrug 2021 2,6 % (Vorjahr 2,9 %). Im Jahr 2021 betrugen die Abschreibungen 21,0 Mio. € nach 23,0 Mio. € im Vorjahr.

Schärfung des Konzern-Portfolios – Strategische Vorratshaltung prägt operativen Cashflow

Die Investitionen stellten sich in 2021 mit 6,4 Mio. € wieder auf einem normalisierten Niveau ein, nachdem im Vorjahr mit 14,5 Mio. € aufgrund der gezielten Investitionen zur Ausweitung des Geschäftes in Südosteuropa für den neuen Standort in Ungarn (9,1 Mio. €) besonders stark investiert wurde. Zum 01.01.2021 ist es gelungen, mit der Übernahme des Wallmann-Terminals am Hamburger Hafen die Servicetiefe um die Schwerlastverladung direkt auf die Seeschiffe zu ergänzen und unser HUB-Konzept an wichtigen Seehäfen weiter auszuweiten. Zusätzlich wurden zwei nicht zum Kerngeschäft zurechenbare Gesellschaften verkauft. In Summe entstanden durch diese Maßnahmen Netto-Investitionsauszahlungen von 5,0 Mio. €.

Die Netto-Finanzverbindlichkeiten, definiert als Summe von Finanzverbindlichkeiten minus Finanzforderungen und Zahlungsmitteln, stiegen auf 80,6 Mio. € zum Ende des Berichtsjahres. Der Saldo aus Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten abzüglich Guthaben bei Kreditinstituten beträgt 50,1 Mio. € (Vorjahr 37,1 Mio. €).

Der betriebliche Cashflow betrug in der Berichtsperiode 12,5 Mio. € (Vorjahr 25,4 Mio. €), maßgeblich durch erhöhte Vorratshaltung im Zusammenhang mit den gestiegenen Rohstoffkosten und zur Sicherstellung der Lieferfähigkeit beeinflusst.

 

Gewinnverwendungsvorschlag

Die geschäftsführenden Direktoren und der Verwaltungsrat schlagen vor, dass der Bilanzgewinn der Deufol SE in Höhe von 11,3 Mio. € auf neue Rechnung vorgetragen wird. Auf die Ausschüttung einer Dividende wird wegen der Herausforderungen des Marktumfeldes verzichtet, um die Liquidität des Unternehmens zu stärken.

 

Hauptversammlung

Der Verwaltungsrat hat beschlossen, die diesjährige Hauptversammlung vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie und zur Vermeidung von Gesundheitsrisiken für die Aktionäre als virtuelle Hauptversammlung ohne physische Präsenz der Aktionäre und ihrer Bevollmächtigten stattfinden zu lassen. Der Gesetzgeber hat dazu die notwendige Rechtsgrundlage geschaffen. Die virtuelle Hauptversammlung wird planmäßig am 29. Juni 2022 um 10:00 Uhr (MESZ) abgehalten. Details zum Ablauf werden mit der Einladung veröffentlicht.

 

Das Geschäftsjahr 2021 im Überblick

Angaben in Mio. €

2021

2020

Änderung (%)

Umsatz

243,0

213,9

13,7

EBITDA

27,5

29,0

-5,3

EBIT

6,3

6,3

0,6

EBT

2,9

3,3

-12,0

Periodenergebnis

1,9

0,9

126,1

   davon nicht beherrschende Anteile

0,7

-0,2

 

   davon Anteilseigner der Muttergesellschaft

1,3

1,1

16,8

Ergebnis je Aktie (€)

0,030

0,026

15,4

Betrieblicher Cashflow

12,5

25,4

-50,7

Investitionen in Sachanlagen (ohne Leasing)

5,5

13,4

-58,6

Netto-Finanzverschuldung

80,6

71,3

13,1

Eigenkapitalquote (%)

44,5

42,4

5,0

Mitarbeiter (Durchschnitt)

2.021

2.029

-0,4

 

 

Ausblick

Die Deufol-Gruppe ist für die konjunkturellen Herausforderungen gewappnet. Die anhaltende Corona-Pandemie, stark volatile Rohstoffpreise, schwankende Rohstoffverfügbarkeit, gestörte Lieferketten und die Ungewissheit im Osteuropa-Konflikt erschweren eine verlässliche Prognose für Umsatz und Ertrag für das laufende Geschäftsjahr 2022. Daher ergeben sich für die erwartete Umsatz- und Ertragslage große Schwankungsbreiten.

Für das aktuelle Jahr erwarten wir weitere Erfolgsbeiträge aus der erfolgreichen Umsetzung unserer Strategie und des verstärkten Angebots von HUB-Leistungen. In Verbindung mit unseren gut aufgestellten Standorten im Binnenland und dem zielgerichteten Leistungsangebot für die unterschiedlichsten Industrien rechnen wir mit einem stetigen Ausbau unseres Marktanteils.

Trotzdem agiert Deufol weiterhin in einem fordernden gesamtwirtschaftlichen Umfeld. Während durch die im Verlauf des Jahres 2022 erwartete Entspannung der pandemischen Lage eine Normalisierung der weltweiten Lieferketten prognostiziert wird, treten andererseits mit dem Krieg in der Ukraine neue massive Störfaktoren auf. Die Sorge vor ausbleibenden Lieferungen hat die Rohstoffpreise zu Jahresbeginn erheblich steigen lassen und damit die Risiken für die ohnehin angespannte Preisstabilität und den internationalen Handel deutlich erhöht. Dennoch wird aktuell eine Erholung der Weltwirtschaft und in abgeschwächter Form auch des Euroraums im Laufe des Jahres prognostiziert und sollte somit positiv zur Umsatzentwicklung der Deufol-Gruppe beitragen. Die weiteren Entwicklungen des Ukraine-Krieges werden jedoch entscheidenden Einfluss auf die Weltwirtschaft haben und Auswirkungen auf die Nutzung der Dienstleistungen und Produkte der Deufol-Gruppe zeigen.

Infolge der genannten Belastungen in einem volatilen Markt, Kostenoptimierungen und steigenden Marktanteilen, erwarten wir derzeit auch unter Berücksichtigung des Abgangs von Umsätzen in Folge des Verkaufs von Randaktivitäten für das Jahr 2022 einen Umsatz in einem Korridor von etwa 220 bis 250 Mio. € und ein EBIT zwischen 7,0 und 11,0 Mio. €.

Über die DEUFOL-Gruppe:

Die DEUFOL-Gruppe ist ein Global Player in Supply-Chain-Lösungen, Industrieverpackung und angrenzende Services. Zum Leistungsspektrum gehören Export & Industrial Packaging, Logistikservices sowie innovative IT-Lösungen entlang der Supply Chain. Das Unternehmen DEUFOL, mit ihrem Hauptsitz in Hofheim (Wallau) nahe Frankfurt am Main, ist an über 90 Standorten in 12 Ländern vertreten und beschäftigt rund 2.400 Mitarbeiter.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

Deufol SE

Claudia Ludwig

Telefon: +49 (6122) 50 1228

E-Mail: Claudia.Ludwig@deufol.com

ISIN: DE000A1R1EE6

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