Pressemitteilung: DEUFOL SE Halbjahresbericht 2022

Deufol SE: Ergebnisse des ersten Halbjahrs 2022

Hofheim am Taunus, 29. August 2022

Halbjahresergebnis – Trotz schwieriger geopolitischer Lage und einem herausfordernden Umfeld liegen die Umsätze und Ergebnisse über Plan. Die überarbeitete strategische Ausrichtung auf die physische und innovative Optimierung sowie Digitalisierung der End-to-End Solutions um die Supply Chain unserer Kunden zahlt sich aus.

Die Deufol-Gruppe hat, trotz schwieriger geopolitischer Lage und einem herausfordernden Umfeld, bereits im ersten Halbjahr 2022 das Ergebnis für das Gesamtjahr 2021 übertroffen. Dieser Erfolg konnte durch die überarbeitete strategische Ausrichtung auf die physische und innovative Optimierung sowie die Digitalisierung der End-to-End Solutions um die Supply Chain unserer Kunden erreicht werden.Hierbei dient die ursprüngliche Kernkompetenz der Industriegüter-Verpackung als Plattform und als Ausgangspunkt der erweiterten Dienstleistungs- und Produkt-Entwicklung. Dazu wurde auch das Performance-Programm kontinuierlich weiterentwickelt und umgesetzt. Seit 2022 werden diese Elemente nun im Rahmen der Go-to-Market Strategie genutzt, um in den Kernregionen gezielt zu wachsen und die Dienstleistungen gepaart mit digitalen Lösungen erfolgreich zu vermarkten. Als weitere Säule dieser Strategie werden die Seaport-Hubstandorte weiter optimiert und die dort angebotenen Dienstleistungen ausgebaut. Am Standort der Hauptverwaltung in Hofheim-Wallau am Taunus haben wir zudem ein Airport-Hub etabliert und die Dienstleistungen in der Region Rhein-Main gebündelt.

Die erfolgreiche Integration des Wallmann-Terminals im Hamburger Hafen in unser Seaport-Hubkonzept hat unsere Dienstleistungstiefe deutlich erhöht. Mit der direkten Verzahnung von Logistikketten und Seeschiffen hat Deufol ein Alleinstellungsmerkmal geschaffen, welches in der deutschen und europäischen Exportwirtschaft des Maschinen- und Anlagenbaus einmalig ist. Dies war ein weiterer Baustein, um die Deufol-Gruppe auf dem Wachstumspfad weiter erfolgreich voranzubringen und den Wegfall der Umsatz- und Ertragsanteile aus dem verkauften Logistikgeschäft in Italien mehr als zu kompensieren. Zudem hat das Geschäft in den USA wieder angezogen, auch dort haben die ergriffenen Performancemaßnahmen Wirkung gezeigt und Umsatz und Ergebnis sind wieder auf Wachstumskurs. Auch das im Vorjahr begonnene Geschäft in Polen hat die Gründungsphase erfolgreich hinter sich gelassen und zeigt – wenn auch noch auf geringem Niveau – erste positive Geschäftszahlen. Das operative Ergebnis hat sich ungeachtet der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen weiter positiv entwickelt.

Für das erste Halbjahr 2022 erzielte der Deufol-Konzern die folgenden Ergebnisse:

  • Umsatz 129,3 Mio. € (Vorjahr 110,2 Mio. €)
  • EBITDA 16,3 Mio. € (Vorjahr 10,0 Mio. €)
  • EBIT(A) 6,4 Mio. € (Vorjahr -0,1 Mio. €)
  • Nettoergebnis 3,1 Mio. € (Vorjahr -2,1 Mio. €)

Umsatzentwicklung

Im ersten Halbjahr 2022 lag der Umsatz mit 129,3 Mio. € um 17,4 Prozent bzw. 19,1 Mio. € über dem der Vorjahresperiode. Der Umsatzanstieg in allen Segmenten spiegelt neben einer Weitergabe beschaffungsseitiger Preissteigerungen insbesondere die im Vergleich zur Vorjahresperiode deutlich stärkere Auslastung der meisten Konzernunternehmen wider. Zudem wertete der US-Dollar im Verhältnis zum Euro um durchschnittlich 10,2 Prozent gegenüber der Vorjahresperiode auf. Dieser Kurseffekt zeigte sich in einer Erlössteigerung der USD-Umsätze in Euro von 0,8 Mio. €. Der von Kurseffekten bereinigte Konzernumsatz verzeichnet gegenüber der Vorjahresperiode einen Anstieg um 16,5 Prozent.

Stark verbessertes operatives Ergebnis

Das erzielte operative Ergebnis (EBITA) beträgt 6,4 Mio. € und liegt somit deutlich über dem Vorjahreswert von – 0,1 Mio. €; die EBITDA-Marge wuchs auf 12,6 Prozent. Zur Verbesserung der Marge trug insbesondere der mit 2,8 Mio. € bzw. 6,8 Prozent nur unterproportional gestiegene Personalaufwand bei, der sich auch in der rückläufigen Personalaufwandsquote von 34,5 Prozent ausdrückt. Ebenfalls in Relation zu den Umsatzerlösen rückläufig waren die sonstigen betrieblichen Aufwendungen, die von 17,1 Prozent auf 14,8 Prozent sanken. Der Materialaufwand stieg um 10,7 Mio. € auf 52,5 Mio. €; die Materialaufwandsquote verzeichnete einen Anstieg auf 40,6 Prozent (Vorjahr 37,9 Prozent) und reflektiert damit das immer noch sehr hohe und teils stark volatile Preisgefüge an den Beschaffungsmärkten. Dämpfend wirkten sich die ergriffenen Maßnahmen und hier insbesondere die Preisanpassungsmechanismen gegenüber den Kunden aus, die einen weiteren Anstieg der Quote verhindern konnten. Das Periodenergebnis konnte auf 3,1 Mio. € nach -2,1 Mio. € im Vorjahres-Vergleichszeitraum gesteigert werden. Nach Abzug der Ergebnisanteile der nicht beherrschenden Anteile ergibt sich ein auf die Anteilseigner der Deufol SE entfallender Nettogewinn von 2,9 Mio. € gegenüber -2,5 Mio. € im Vorjahr. Das Ergebnis je Aktie betrug in den ersten sechs Monaten 0,067 € (Vorjahr -0,057 €).

Deutlich gestiegener operativer Cashflow bei geringfügig erhöhter Bilanzsumme

Der Cashflow aus der betrieblichen Geschäftstätigkeit der Deufol-Gruppe belief sich in der Berichtsperiode auf 15,2 Mio. € (Vorjahr: 1,4 Mio. €). Die Zahlungsmittel reduzierten sich im Vergleich zum Jahresende um 1,1 Mio. € auf 13,1 Mio. €. Die Bilanzsumme zum 30. Juni 2022 lag mit 265,2 Mio. € um 4,8 Mio. € oder 1,8 Prozent über dem Niveau zum Jahresende (260,4 Mio. €). Das Eigenkapital stieg per Saldo um 4,0 Mio. € auf 119,8 Mio. €; die Eigenkapitalquote verbesserte sich von 44,5 Prozent am Jahresende 2021 auf 45,2 Prozent am 30. Juni 2022.

Angaben in Tsd. €

6M 2022

30.06.2022

6M 2021

30.06.2021

Änderung (%)

Umsatz

129.344

 

110.193

 

17,4

EBITDA

16.278

 

10.035

 

62,2

EBIT(A)

6.414

 

-129

 

-5.066,2

EBT

4.889

 

-2.048

 

-338,8

Periodenergebnis

3.147

 

-2.140

 

-247,0

   davon nicht beherrschende Anteile

243

 

317

 

-23,3

   davon Anteilseigner der Muttergesellschaft

2.904

 

-2.458

 

-218,1

Ergebnis je Aktie (€)

0,068

 

-0,057

 

-219,3

Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit

15.212

 

1.390

 

994,1

Cashflow aus Investitionstätigkeit

-3.722

 

-6.995

 

-46,8

Netto-Finanzverschuldung

 

75.206

 

90.973

-17,3

Netto-Finanzverschuldung (ohne Leasingverbindlichkeiten nach IFRS 16)

 

47.101

 

56.567

-16,7

Eigenkapitalquote (%)

 

45,2

 

39,9

13,3

Mitarbeiter (Durchschnitt)

 

2.017

 

1.988

1,9

Die ersten sechs Monate 2022 im Überblick

Optimistische Umsatz- und Ergebniserwartung bei schwer prognostizierbaren wirtschaftlichen Rahmenbedingungen

Die Unsicherheit in Bezug auf die COVID-19-Pandemie bleibt auch im laufenden Jahr weiterhin bestehen. Mit Ausbruch des Ukraine-Krieges und seiner weitreichenden Folgen ist die Pandemie jedoch ein Stück weit in den Hintergrund getreten; wie der Verlauf der Fallzahlen in diesem Sommer zeigt, birgt sie aber wegen ihrer immer neuen Varianten unverändert substanzielle Risiken, die nicht abschätzbar sind. Von erheblicher Bedeutung in diesem Zusammenhang ist die Lage in China. Die strikte No-COVID-Politik kann bei einem Lockdown zu erheblichen Einschränkungen der Transportkapazitäten im internationalen See-Transport und in dessen Folge zu extremen Verwerfungen der Lieferketten führen. Die Störungen der Lieferketten haben sich zudem auch durch den Ukraine-Krieg verschärft. Obgleich die Deufol-Gruppe durch den Ukraine-Krieg nicht unmittelbar betroffen ist, sind dessen Auswirkungen mit der einhergehenden Energiekrise, steigenden Preisen in unterschiedlichen Bereichen und der sich manifestierenden Inflation immer spürbarer. Die stark steigende Inflation wird sich nach Einschätzung der Geschäftsleitung unter anderem in höheren Löhnen und Gehältern niederschlagen und indirekt auch zu höheren Entgelten für Leiharbeitnehmer, Subunternehmen und Dienstleister führen. Wir erwarten daher bereits im 2. Halbjahr 2022 einen deutlichen Anstieg der Personalaufwendungen. Bedingt durch staatliche Eingriffe in den Gaspreis in Deutschland dürften sich die Auswirkungen hinsichtlich gestiegener Energiekosten weiter verstärken und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen auch perspektivisch deutlich erhöhen. Die Deufol hat durch die Dynamisierung der Kundenpreise nicht nur in Bezug auf die Rohstoffpreise hier bereits ein wirkungsvolles Instrument entwickelt, diesen Entwicklungen entgegenzuwirken, und ist zuversichtlich, den steigenden Kostenblöcken zeitnah auch steigende Erlöse gegenüberzustellen. Darüber hinaus werden substanzielle Anstrengungen unternommen, um den Energieverbrauch zu senken, die Kosten zu reduzieren und die Dienstleistungen effizienter zu erbringen, um so – auch in Bezug auf eine verbesserte Nachhaltigkeit – den Kostenanstieg zu begrenzen. Im Zusammenhang mit den schon erfolgten und weiter erwarteten Zinssteigerungen auf Grund der geänderten Geldmarktpolitik hat die Deufol für diverse langfristige Darlehen Vorsorge getroffen, indem zur Absicherung des Zinsniveaus Sicherungsgeschäfte in Form von Zinsderivaten abgeschlossen wurden bzw. variable Zinsvereinbarungen in Festzinsvereinbarungen geändert wurden. Die Geschäftsleitung ist überzeugt, dass die im Geschäftsbericht genannten Bandbreiten für Umsatz (220 – 250 Mio. €) und EBIT (7 – 11 Mio. €) trotz des aktuellen politischen und wirtschaftlichen Umfeldes unverändert als erreichbar anzusehen sind. Sofern die Dynamik der Ereignisse aus COVID-19-Pandemie, Ukraine-Krieg, Inflation, Zinsanstieg, Energiekrise und ggf. Versorgungsengpässen für Gas oder bestimmte Rohstoffe nicht zu extremen Entwicklungen führt, werden Umsatz und Ergebnis eher am oberen Ende der genannten Bandbreiten erwartet oder diese sogar überschreiten.

Der Zwischenbericht ist unter https://www.deufol.com abrufbar.

Über die DEUFOL-Gruppe:

Die DEUFOL-Gruppe ist ein Global Player in Supply-Chain-Lösungen, Industrieverpackung und angrenzende Services. Zum Leistungsspektrum gehören Export & Industrial Packaging, Logistikservices sowie innovative IT-Lösungen entlang der Supply Chain. Das Unternehmen DEUFOL, mit ihrem Hauptsitz in Hofheim (Wallau) nahe Frankfurt am Main, ist an über 90 Standorten in 12 Ländern vertreten und beschäftigt rund 2.400 Mitarbeiter.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

Deufol SE

Claudia Ludwig

Telefon: +49 (6122) 50 1228

E-Mail: Claudia.Ludwig@deufol.com

ISIN: DE000A1R1EE6

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