Hofheim am Taunus, 31.08.2026
Die Deufol Gruppe, global agierender Anbieter für integrierte End-to-End Supply-Chain-Lösungen, ist im ersten Halbjahr 2026 deutlich stärker gewachsen als ihr Kernmarkt und hat parallel ihren zweiten freiwilligen Nachhaltigkeitsbericht veröffentlicht. In einem weiterhin anspruchsvollen wirtschaftlichen Umfeld steigerte das Unternehmen seinen Umsatz, setzte die strategische Transformation fort und investierte gezielt in Digitalisierung, Künstliche Intelligenz und die Weiterentwicklung des Vertriebs.
Geschäftsentwicklung in Zahlen
Die Umsatzerlöse stiegen im ersten Halbjahr 2026 auf 158,9 Mio. € nach 154,9 Mio. € im Vorjahreszeitraum. Mit einem Umsatzwachstum von 2,6 % entwickelte sich Deufol besser als der relevante Kernmarkt: Die deutschen Maschinenexporte lagen im bisherigen Jahresverlauf unter dem Vorjahresniveau, insbesondere durch die Nachfrageschwäche in den USA und China. Das Wachstum der Deufol Gruppe ist maßgeblich auf strategische Kundeninitiativen und den Hochlauf neuer Rahmenverträge zurückzuführen. Das EBITDA blieb mit 17,8 Mio. € stabil auf Vorjahresniveau (17,7 Mio. €) und unterstreicht die operative Substanz des Geschäftsmodells. Das operative Ergebnis (EBIT) belief sich auf 3,5 Mio. € nach 5,8 Mio. € im Vorjahreszeitraum. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf höhere Abschreibungen im Zusammenhang mit Investitionen in die Erweiterung der Hub-Infrastruktur sowie in die laufenden IT- und Digitalisierungsvorhaben zurückzuführen und damit überwiegend investitionsgetrieben
„Wir sehen, dass unsere End-to-End-Strategie greift: Die Nachfrage nach unseren digitalen und nachhaltigen Hub-Lösungen steigt, und wir wachsen deutlich stärker als unser Kernmarkt. Das zeigt die Resilienz unseres Geschäftsmodells und stimmt uns optimistisch für die Zukunft. Wir investieren bewusst in die Zukunftsfähigkeit von Deufol und überführen die geschaffenen Grundlagen jetzt konsequent in Ergebnisqualität. Dazu gehört auch, die Ergebniserwartung realistisch an das Umfeld anzupassen. Der Rückgang beim EBIT ist bewusst in Kauf genommen, weil wir heute in die Ertragskraft von morgen investieren“, erklärt Dennis Hübner, CEO der Deufol SE.
Digitalisierung und Künstliche Intelligenz als Effizienztreiber
Im Zentrum des ersten Halbjahres standen konzernweite IT-Rollouts und der Ausbau der standardisierten Systemlandschaft, etwa im Auftrags- und Vertriebsmanagement. Damit verfolgt Deufol systematisch das Ziel eines digitalen Reifegrads von 80 % vollständig digital abgebildeter Prozesse. Zunehmend strukturiert kommt dabei Künstliche Intelligenz zum Einsatz, um Entscheidungsprozesse zu beschleunigen und Ressourcen gezielter einzusetzen.
Vertrieb konsequent auf den Kunden ausgerichtet
Parallel hat Deufol die Aufstellung des Vertriebs weiterentwickelt. Im Mittelpunkt steht ein geschärftes Verständnis individueller Kundenbedarfe: nicht die allgemein beste Lösung, sondern die beste Lösung für den jeweiligen Kunden. Getragen wird diese Neuausrichtung von einer gruppenweit einheitlichen, digitalen Vertriebssteuerung und einer klaren Trennung von Vertriebs- und Ressourcenverantwortung. Damit vollzieht sich ein grundlegender Wandel: vom Verkauf einzelner Leistungen hin zum Verkauf verfügbarer Kapazitäten.
Nachhaltigkeit weiter operationalisiert
Im Geschäftsjahr 2025 sind erste Kundenprojekte zu kreislauffähigen Verpackungen entstanden: Lösungen, die auf mehrfache Nutzung ausgelegt sind, statt auf den einmaligen Einsatz. In mehreren Projekten durchlaufen Verpackungen inzwischen bis zu zehn Kreisläufe. Für Kunden bedeutet das weniger Material und geringere Emissionen bei gleicher Transportsicherheit. Über die Effizienz hinaus treibt ein konzernweites, interdisziplinäres Projektteam die Umsetzung der EU-Verpackungsverordnung (PPWR) voran, damit Kunden auch künftig rechtssichere und ressourcenschonende Verpackungslösungen erhalten.
Der parallel veröffentlichte zweite freiwillige Nachhaltigkeitsbericht macht die Fortschritte der Deufol Gruppe transparent. Er wurde erneut nach den Richtlinien der Global Reporting Initiative (GRI) erstellt, erstmals unter Berücksichtigung des VSME-Standards von EFRAG und erstmals konzernweit gültig. Die CO₂-Bilanzierung wurde von 28 auf 33 Gesellschaften ausgeweitet. Zudem verbesserte sich das konzernweite EcoVadis-Rating um sechs Punkte auf 60 von 100 Punkten.
Ausblick
Für die zweite Jahreshälfte erwartet Deufol zunehmend positive Ergebnisbeiträge aus den eingeleiteten Maßnahmenprogrammen entlang der zentralen Wertschöpfungsbereiche. Der Start in das zweite Halbjahr lag ergebnisseitig über Plan und stützt den angepassten Prognosekorridor.
Darüber hinaus arbeitet Deufol an einem Konzept zur Optimierung des globalen Hub-Infrastrukturnetzwerks, um Skalierungs- und Synergieeffekte über Standorte hinweg stärker zu nutzen. Die Umsatzprognose für das Geschäftsjahr 2026 von 315 Mio. € bis 330 Mio. € wird bestätigt. Die EBIT-Prognose wird auf 8 Mio. € bis 11 Mio. € angepasst, wobei diese Anpassung maßgeblich auf die Entwicklung des ersten Halbjahres und zusätzlich auf gestiegene Rohstoffpreise zurückzuführen ist. Etwaige Einmalaufwendungen oder -erträge aus noch ausstehenden Entscheidungen zur Umsetzung des Netzwerkkonzepts sind darin nicht enthalten.
Über die DEUFOL-Gruppe
Die DEUFOL-Gruppe ist ein weltweit agierendes Unternehmen und zählt zu den führenden Anbietern von Verpackungs- und digital unterstützenden Supply-Chain-Lösungen im Bereich der Schwerlastindustrie. Mit langjähriger Erfahrung und umfassendem Know-how bietet die DEUFOL-Gruppe ihren Kunden maßgeschneiderte physische und digitale Lösungen zur Optimierung und nachhaltigen Gestaltung ihrer Lieferketten.
Mit einem globalen Netzwerk in Europa, Nordamerika und Asien bietet DEUFOL passgenaue Dienstleistungen für verschiedene Branchen. Das Unternehmen setzt sich für Nachhaltigkeit ein und integriert umweltfreundliche Praktiken in seine Verpackungs- und Logistikoperationen. Als kundenorientierte Organisation spielt DEUFOL eine entscheidende Rolle in der Zukunftsgestaltung von Verpackung und Logistik im Maschinen- und Anlagenbau und der Schwerlastlogistik auf internationaler Ebene.
